KML · KMZ · Google Earth · OGC-Standard

KML und KMZ auf der Karte — von Google Earth bis ETRS89/UTM

KML (Keyhole Markup Language) ist das native Format von Google Earth — und seit 2008 ein offener OGC-Standard. Von handgezeichneten Routen in Google Earth bis zu Luftbild-Overlays von Behörden: KML und KMZ sind im Geodaten-Alltag allgegenwärtig.

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Daten hochladenZiehen Sie Ihre Datei hinein — direkt vom Instrument, CAD oder GIS
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Auf der Karte anzeigenWir analysieren immer die Koordinaten selbst — auch wenn die Datei einen EPSG-Code hat. Stimmen sie nicht überein, sagen wir Bescheid
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Prüfen und exportierenKontrollieren Sie, ob die Daten richtig liegen — Export mit kostenlosem Konto
Kurz gesagt: KML ist Google Earths Format (OGC-Standard seit 2008) und immer in WGS84 — KMZ ist lediglich eine gezippte KML. Ziehen Sie die Datei auf die Karte: koordinat.online entpackt KMZ automatisch, zeigt Punkte, Routen und Polygone an und kann nach ETRS89/UTM (Zone 32/33) exportieren. Gauß-Krüger/DHDN wird erkannt und zur Kontrolle angezeigt — die dokumentierte Transformation zur Lieferung erfolgt in kworks. Achtung: KML-Höhen im Modus ‚absolute‘ werden nach dem KML-Standard von der WGS84-EGM96-Geoide gemessen — einer globalen „Meeresoberfläche“ — und niemals von der DHHN2016/NHN-Fläche.
Von Keyhole zum OGC-Standard
KML entstand bei Keyhole Inc. (EarthViewer, 2001), wurde 2004 von Google übernommen und 2008 als offener OGC-Standard veröffentlicht (KML 2.2). KML 2.3 folgte 2015. Das Format wird heute vom Open Geospatial Consortium gepflegt und von allen wichtigen GIS-Programmen unterstützt.
KMZ — die gepackte Variante
KMZ ist KML, komprimiert in einer ZIP-Datei. Enthält meist doc.kml plus eventuelle Icons, Bilder und 3D-Modelle. Laden Sie .kmz direkt hoch — koordinat.online entpackt die Datei automatisch. KMZ kann bis zu 10-mal kleiner sein als das entsprechende unkomprimierte KML.
Immer WGS84
KML definiert Koordinaten als [Länge, Breite] in WGS84 — das einzig zulässige Koordinatenreferenzsystem im Format. koordinat.online rechnet automatisch in das Koordinatensystem um, in dem Sie arbeiten — etwa ETRS89/UTM Zone 32/33; Gauß-Krüger wird erkannt und zur Kontrolle angezeigt.
Geometrie und Stilelemente
KML unterstützt Punkte, Linien und Polygone sowie Stilelemente (Farben, Icons, Linienbreite), Zeitreihendaten und 3D-Höhen. koordinat.online importiert Geometrie sowie Namen/Beschreibungen — Stilelemente und Zeitdaten bleiben unberücksichtigt, da koordinat.online ein Koordinatenumrechnungs-Werkzeug ist.
Import aus Google My Maps
Google My Maps (und Google Earth) können über das Menü nach KML exportieren. Die exportierte Datei wird direkt in koordinat.online importiert. Google-My-Maps-Exporte enthalten typischerweise Placemarks mit Namen und Beschreibung als Attribute.
Direkt zur Karte →

KML-Struktur

Eine einfache KML-Datei mit einem Punkt:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<kml xmlns="http://www.opengis.net/kml/2.2">
  <Placemark>
    <name>Berlin</name>
    <Point>
      <coordinates>13.4050,52.5200,0</coordinates>
    </Point>
  </Placemark>
</kml>

KML verwendet immer WGS84 mit der Koordinatenreihenfolge longitude,latitude,altitude. Die Höhe ist optional. Fehlt sie, gibt es keinen fachlichen Z-Wert in der Datei — und mit KMLs Standardeinstellung clampToGround wird eine angegebene Höhe ohnehin ignoriert und die Geometrie auf das Gelände gelegt.

Typische KML/KMZ-Fehler

Die meisten KML-Probleme lassen sich auf einen dieser Punkte zurückführen:

  • KMZ ohne doc.kml im Archivstamm. Eine KMZ muss ihre Haupt-KML im Wurzelverzeichnis des Archivs haben (üblicherweise doc.kml) — umbenannte ZIP-Dateien oder Archive mit der KML in einem Unterordner lassen sich nicht zuverlässig lesen.
  • Icons und Overlays fehlen. Der Geometrie-Import übernimmt Punkte, Linien und Polygone — die Bilder, Icons und Photo-Overlays einer KMZ müssen separat gehandhabt werden.
  • Zeitdaten gehen verloren. TimeStamp/TimeSpan (Animationen in Google Earth) haben keine Entsprechung in Shape/DXF — bei einem Weiterexport fällt die Zeitdimension weg.
  • Höhen werden falsch interpretiert. clampToGround bedeutet keine Kote; absolute ist Meter über der EGM96-Geoide — nicht DHHN2016/NHN. Sollen die Koten fachlich verwendet werden, müssen sie umgerechnet werden.

KML-Höhen sind weder Ellipsoidhöhe noch DHHN2016/NHN

Der Höhenmodus absolute in KML gibt Meter über dem Meeresniveau an — und welche Fläche gemeint ist, bleibt nicht der Auslegung überlassen: Der OGC-Standard KML 2.2 hält in §6.2 ausdrücklich fest, dass Höhen vom vertikalen Datum aus gemessen werden, und dass dieses Datum die WGS84-EGM96-Geoide ist; absolute heißt dort wörtlich „Meter in Bezug auf das vertikale Datum“. Googles eigene KML-Dokumentation spricht dagegen nur von „sea level“ und nennt kein Geoidmodell. In keinem Fall ist damit die deutsche DHHN2016/NHN-Fläche oder die GNSS-Ellipsoidhöhe gemeint. Globale Geoidmodelle wie EGM96/EGM2008 weichen von Deutschlands amtlichem Quasigeoid GCG2016 typischerweise im zweistelligen Zentimeterbereich ab — für EGM2008 gegenüber GCG2016 haben wir auf unserer Höhensysteme-Seite systematisch 10–30 cm gemessen — mit den Modellen, wie sie in der Software ausgeliefert werden; EGM96 ist ein vergleichbares, älteres globales Modell.

Die Konsequenz: Koten aus einer Drohnen-KMZ oder aus einem KML-Export sind nach dem Standard EGM96-Höhen — weder Ellipsoidhöhen noch DHHN2016-Koten. Sollen sie fachlich verwendet werden, führt der Umrechnungsweg über EGM96 → Ellipsoid → DHHN2016 mit Quasigeoidmodellen — und ein Unterschied von mehreren Dezimetern reicht aus, um eine Gefälleberechnung zu ruinieren. clampToGround-Daten haben gar keine Kote und lassen sich nicht retten.

Von WGS84 zu deutschen Systemen

KML kommt immer in WGS84 an (Länge, Breite und ggf. Höhe). Das Werkzeug zeigt Ihre Daten direkt an und kann beim Export nach ETRS89/UTM Zone 32/33 umrechnen; Gauß-Krüger/DHDN wird erkannt und zur Kontrolle angezeigt — die dokumentierte Transformation zur Lieferung erfolgt in kworks — siehe die umfassende Übersicht der deutschen Koordinatensysteme.

Die wichtigsten Koordinatensysteme für Deutschland ansehen →

Häufig gestellte Fragen zu KML und KMZ

Kann ich KML direkt aus Google Maps importieren?

Ja — in Google My Maps können Sie über das Menü (drei Punkte → Nach KML exportieren) exportieren. Diese Datei lässt sich direkt in koordinat.online importieren.

Was ist der Unterschied zwischen KML und KMZ?

KMZ ist eine ZIP-Datei, die die KML-Datei (meist doc.kml genannt) plus eventuelle Ressourcen wie Icons und Bilder enthält. KMZ ist komprimiert und meist deutlich kleiner. Beide Formate werden direkt importiert — kein manuelles Entpacken nötig.

Verliere ich meine Stilelemente und Icons beim Import?

koordinat.online importiert Geometrie, Namen und Beschreibungen. Stilelemente (Farben, Icons) werden nicht übernommen, da koordinat.online ein Koordinatenumrechnungs-Werkzeug ist — kein Kartendesign-Programm.

Werden zeitanimierte KML-Dateien unterstützt?

Nein — koordinat.online importiert Geometrie und Attribute, aber Zeitreihendaten (TimeSpan, TimeStamp) und Google-Earth-Touren werden ignoriert.

Kann ich aus koordinat.online nach KML exportieren?

Ja — beim Export können Sie KML als Format wählen. Ihre Punkte werden mit WGS84-Koordinaten (EPSG:4326) exportiert, wie vom KML-Standard gefordert.

KML und KMZ auf der Karte — von Google Earth bis ETRS89/UTM

Ziehen Sie Ihre .kml- oder .kmz-Datei auf die Karte — das Werkzeug entpackt KMZ automatisch, liest Punkte, Routen und Polygone und platziert sie korrekt. Von dort können Sie weiterarbeiten oder in deutsche Koordinatensysteme exportieren.

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Quellen und weiterführende Literatur

Die Angaben zum Höhenbezug von KML stammen aus dem OGC-Standard selbst und aus Googles eigener Dokumentation.

  1. Open Geospatial Consortium (OGC) (2008): OGC KML 2.2 (OGC 07-147r2) — §6.2 und §16.1.1
    Der Standard legt die Bezugsfläche normativ fest: „Note that altitude is measured from the vertical datum, which is the WGS84 EGM96 Geoid.“ In §16.1.1 heißt es zu altitudeMode: absolute bedeutet „Interpret the altitude as a value in meters relative to the vertical datum.“ Annex B definiert das KML-CRS als WGS84 zusammen mit EPSG:5773 (EGM96-Höhe).
  2. Google (2026): KML Documentation — Altitude Modes
    Googles eigene Dokumentation beschreibt absolute nur als Höhe über „sea level“ und nennt kein Geoidmodell. Die Festlegung auf EGM96 stammt also vom OGC-Standard, nicht von Google.